Marketing gegen Müll

Weltweit gibt es das Phänomen der Vermüllung an Straßenrändern ‑ so auch in Deutschland und Hessen. In den Kurven des Offenbacher Kreuzes etwa sind „Bitte nicht so !“-Schilder aufgestellt:

In dieser Form ist ein Appell problematisch:

In der Welt

In Texas gibt es die ikonische Werbekampagne Don't Mess with Texas. Sie richtet sich an junge Männer, welche dort die Hauptverursacher von Müll am Straßenrand sein sollen. Andere Kampagnen fordern ähnlich: „Don't Be a Tosser“, „Litter and it will hurt“ etc.

Ihnen ist gemein, dass sie das unerwünschte Verhalten negativ assoziieren. Dass es bei der Texas-Kampagne gelungen ist, zudem eine positive Assoziation herzustellen (Lokalstolz), könnte für ihren Erfolg maßgeblich sein.

Vorschläge

Dass ähnliche Werbekampagnen in Deutschland erfolgreich wären, ist nicht sicher. Es ist zumindest nicht abwegig anzunehmen, dass die Verursacher-Gruppen ähnlich sind. Dies ließe sich letztlich durch Studien überprüfen. Überlegenswert ist zumindest, ob Vermüllung alleine mit einem dringenden Entsorgungsbedürfnis zu erklären ist, oder ob es sich dabei nicht auch um ein Statement handelt.

Im Folgenden Slogans, die ich dem Hessischen Verkehrsministerium im April 2021 vorgeschlagen habe:

Man zeigte sich aufgeschlossen, verwies aber auf die Zuständigkeiten:

An letztere wollte man den Vorschlag weiterleiten.

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